Was gibt es bei der Zubereitung von veganer und zuckerreduzierter Eiscreme zu beachten?
Zuckerreduziertes Eis herzustellen, ist gar nicht so einfach. Wenn es dann auch noch vegan sein soll, muss man ein wenig tricksen, um ein cremiges, leckeres Ergebnis zu bekommen.
Warum ist das so?
Zucker dient als natürliches Frostschutzmittel und sorgt zusammen mit dem Fettgehalt der Sahne für besondere Cremigkeit im Eis. Klassische Eissorten bestehen in der Regel aus ca. 25% Zucker. Wenn man dies nun auf unter 10% Gesamtzuckergehalt reduzieren möchte, erhält das selbstgemachte Eis einen anderen Gefrierpunkt.
Das ist mit ein paar Vorkehrungen aber nicht weiter schlimm. Idealerweise verfügt man über einen Gefrierschrank mit unterschiedlichen Temperaturzonen. Dann sollte man das Eis bei -11°bis -14°lagern. Das ist die Temperatur, die auch die meisten Eisdielen verwenden.
Wer dies nicht individuell einstellen kann, dem empfehle ich, das Eis ca. 45 – 60 Minuten vor Verzehr im Kühlschrank weich werden zu lassen. Am besten daher direkt beim Einfrieren schon in einzelne Portionsbecher abfüllen.
Die zweite Herausforderung stellt die vegane Zubereitung dar. Klassisches Eis besteht in der Regel aus einem Teil Sahne/Milch und Eigelb, das zur Rose abgezogen wird. Bei der veganen Zubereitung kann man anstelle des Eigelbs zum Beispiel Inulin verwenden. Dies ist ein natürlicher, probiotischer Ballaststoff, der sich nicht nur positiv auf die Darmgesundheit auswirkt, sondern auch mit etwas Wasser angerührt, die Cremigkeit von Eis oder anderen veganen, fettarmen Desserts erhöht. Wer möchte, kann zusätzlich noch ein wenig Johannisbrotkernmehl hinzufügen, um das Eigelb und die Sahne zu ersetzen.
Ansonsten sind dem Geschmack und der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Probiert es einfach mal aus, experimentiert ein bisschen und lasst mich gerne an Euren Rezepten teilhaben.