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Ernährungsformen - ein kleiner Überblick

Mittlerweile gibt es unzählige Ernährungsformen und über die meisten davon wird behauptet, die einzig wahre und beste Ernährungsweise zu sein.
 
Dabei ist es mehr als nur ein kurzfristiger Trend sich gesund zu ernähren und sein Leben in allen Belangen zu optimieren. Die Ernährung ist zum Ausdruck der Persönlichkeit geworden. Und so vielfältig die Menschen sind, so vielfältig sind auch die Ernährungsformen und -gewohnheiten.
 
Dabei sollte jeder selbst entscheiden und herausfinden, welcher Ernährungsstil am besten passt und sich im jeweiligen Alltag umsetzen lässt. Eines haben allen Ernährungsformen gemein - je öfter und je frischer Lebensmittel zubereitet, umso besser für unsere Gesundheit!
 
Welche Unterschiede es bei den Ernährungsstilen genau gibt, zeigt mein kurzer Einblick:
 

Vegetarismus
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Diese Ernährungsweise ist wohl den aller meisten bekannt. Hierbei wird bewusst auf tierisches Fleisch jeglicher Art verzichtet. Produkte, die von Tieren stammen, wie Eier, Milch und Käse sind beim Vegetarismus hingegen erlaubt. Mit einem Anteil von ca. 6,5 Millionen* ist der Vegetarismus in Deutschland weit verbreitet, Tendenz steigend.

Während in manchen Kulturen religiöse Motive zum Vegetarismus führen, sind in der westlichen Welt häufig ethnische Aspekte der Grund für eine vegetarische Ernährung. Ökologische Beweggründe gewinnen aber zunehmend an Bedeutung, denn die Co2-Emissionen von Vegetariern im Vergleich zu Fleischessern* sind um 30% geringer!
 
 

Flexitarismus
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Der Flexitarismus ist eine Unterform des Vegetarismus. Wer sich flexitarisch ernährt, lebt überwiegend vegetarisch und isst nur gelegentlich, meist hochwertiges biologisch erzeugtes Fleisch, Geflügel oder Fisch. Eier, Milchprodukte und Honig sind ebenso erlaubt. Neben dem Respekt für Tier und Umwelt, stehen häufig gesundheitliche Aspekte im Vordergrund. Die bewusste Vielfalt der Ernährung soll den Körper dabei mit einem möglichst breiten Spektrum an Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen versorgen.
 

Veganismus
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Menschen, die sich vegan ernähren, gehen noch einen Schritt weiter als Vegetarier und verzichten vollständig auf tierische Produkte und Produkte, die von Tieren erzeugt wurden. Somit sind nicht nur Fleisch und Milchprodukte tabu, sondern z.B. auch Honig. Bei dieser Ernährungsform stehen gesundheitliche Vorteile, der Respekt und das Wohl der Tiere, aber auch der Umwelt klar im Vordergrund. Durch die vegane Ernährung lassen sich die Co2-Emissionen im Vergleich zum Fleischverzehr fast halbieren*!
Neben den positiven Aspekten sehen Kritiker Nachteile für die Gesundheit, da viele Vitamine, vor allem B-Vitamine und leicht verwertbares Eisen überwiegend in tierischen Produkten vorkommen. Aber wenn man sich vielseitig und bewusst vegan ernährt, muss man keinen Nährstoffmangel fürchten und lebt sogar gesünder. Denn tierische Produkte, vor allem rotes Fleisch und Milch, können Entzündungen im Körper verursachen und bei übermäßigem Verzehr Herz-Kreislauferkrankungen und die Entstehung von Krebs begünstigen.
 
 

Paleo/Steinzeit Diät
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Bei Paleo, auch Steinzeit Diät genannt, ist die Kernidee, sich möglichst wie unsere Vorfahren in der Steinzeit zu ernähren und damit den Körper in der Nahrungsverwertung bestmöglich zu unterstützen/entlasten. Das bedeutet möglichst regionale, ursprüngliche und unverabeitete Lebensmittel zu konsumieren. Dazu zählen vor allem, heimisches Obst und Gemüse, Fisch, Geflügel und Fleisch, Nüsse und Samen. Tabu sind hingegen Getreideprodukte, pasteurisierte Milchprodukte, industriell verarbeitete Lebensmittel und Zucker. Allerdings gibt es hierbei viel Interpretationsspielraum. So gibt es viele Rezepte, die exotisches Obst und Gemüse, sowie Süßstoff anstelle von Zucker verwenden. Ob unsere Vorfahren in der Steinzeit Süßstoff zur Verfügung hatten, ist allerdings sehr fraglich. Meiner Meinung nach, geht hierbei der Sinn sich urpsrünglich zu ernähren, verloren.
 

Low Carb
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Low Carb ist eine sehr beliebte Ernährungsform, vor allem bei Sportler und Menschen mit Abnehmwunsch. Bei einer Ernährung nach Low Carb wird die tägliche Menge an Kohlenhydrate auf ca. 50g Kohlenhydrate pro Tag reduziert. Hochwertige Eiweiße und ungesättigte Fette sorgen für Energie und langanhaltende Sättigung. Viele verfolgen bei Low Carb auch eine Gewichtreduktion, die durch den geringeren Kohlenhydratanteil häufig schon nach kurzer Zeit eintritt. Studien haben allerdings gezeigt, dass der Jojo-Effekt bei Low Carb Diäten viel häufiger eintritt als z.B. bei Low Fat. Hier sollte man also dauerhaft seine Ernährung nach Low Carb ausrichten.
 

Ketogene Ernährung
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Die ketogene Ernährung ist die extreme Version von Low Carb. Denn hierbei sind gerade einmal 20g Kohlenhydrate pro Tag erlaubt. Das entspricht in etwa einem halben Apfel. Eine Kombination mit vegetarischer oder veganen Ernährung wird hierbei sehr schwierig. Der Hauptbestandteil der Nahrung machen hochwertige Eiweiße und Fette von Fisch, Fleisch, Nüssen und Samen oft gepaart mit Gemüse, Eier und Käse aus. Durch den Kohlenhydratmangel verändert sich der Stoffwechsel und gerät in die sogenannte Ketose. Hierbei werden in der Leber Fette in sogenannte Ketonkörper umgewandelt, die anstelle der Kohlenhydrate zur Energiegewinnung genutzt werden.
 

Low Fat
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Aktuell beliebte Ernährungsformen sind ja vor allem Low Carb, Paleo oder Clean Eating. Die in den 90er und 2000er Jahren beliebte Ernährungsform Low Fat wirkt da schon ziemlich angestaubt. Dabei sollte jeder, der sich nicht gerade ketogen oder streng nach Low Carb ernährt, auch auf die Menge und vor allem Qualität an Fett achten, die konsumiert wird. Bei Low Fat liegt also der Fokus auf der Reduktion der aufgenommenen täglichen Fettmenge. Als Richtwert für eine normale Ernährung gilt das Körpergewicht in Kilogramm = tägliche Menge an Fett in Gramm. Bei einer Ernährung nach Low Fat wird versucht, diese Menge zu reduzieren und idealerweise auf unter 50 g bzw. bei Abnehmwunsch auf unter 30 g Fett pro Tag zu kommen. Die Fette sollten dabei überwiegend aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren stammen, wie sie etwa in Fisch, Nüssen, Avocados vorkommen.

 

Starchy
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Die Starchy Diet erfreut sich vor allem in den USA immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder, denn Kohlenhydrate stehen bei dieser Ernährungsform im Vordergrund. "Starchy" bedeutet soviel wie "stärkehaltig" und der grundlegende Gedanke hierbei liegt an der Freude am Essen. Kohlenhydrate machen bewiesener Maßen glücklich, denn sie erhöhen den Tryptophanspiegel im Gehirn, aus dem das Glückshormon Serotonin gebildet wird. Unmengen an Zucker und Weißmehl sind aber dennoch tabu. Im Vordergrund der Ernährung stehen komplexe Kohlenhydrate, wie sie zum Beispiel in Vollkornprodukten, Hafer, Hülsenfrüchten oder auch Süßkartoffeln vorkommen. So steigt der Glucosespiegel im Blut nur langsam an und Heißhungerattacken können vermieden werden. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis die Starchy Diät auch in Deutschland auf dem Vordermarsch sein wird.
 

Raw/Rohkost
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Bei der Rohkosternährung geht hauptsächlich darum rohe, möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu essen, die nicht über 42° Grad erwärmt werden dürfen. Die Ernährung muss nicht ausschließlich vegetarisch oder vegan sein, denn auch Rohmilchkäse oder Tartar sind erlaubt. Die Kernidee dabei ist, die Lebensmittel frisch, so wie sie in der Natur vorkommen zu verzehren und den vollen Nährstoffgehalt zu erhalten, der beim Erhitzen verloren gehen kann. Alle Nährstoffe werden aber beim Erhitzen nicht zerstört - im Gegenteil, gibt es auch Nährstoffe, die erst durch den Erhitzungsprozess für den menschlichen Körper verfügbar werden.
 

Clean Eating
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Clean Eating bedeutet Lebensmittel so pur und unverarbeitet wie möglich zu sich zu nehmen. Clean Eating lässt sich daher mit allen anderen Ernährungsstilen kombinieren. Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe und Emulgatoren sind dabei selbstverständlich tabu. Dennoch sollte man das "saubere Essen" nicht mit selbst gekocht oder zubereitet verwechseln. Denn auch wenn man selbst kocht, laden schnell mal industriell verarbeitete Lebensmittel im Gericht.
So verzichte ich bewusst darauf, meine Backrezepte als "clean" zu bezeichnen, denn ich füge Backpulver (Reinsteinbackpulver in Bioqualität) hinzu.
Wie streng man Clean Eating handhabt, bleibt aber jedem selbst überlassen. Wichtig ist aber ein bewusster Umgang mit den Lebensmitteln, sich darüber klar zu sein, was man isst und mit welchen Stoffen man seinen Körper ent- oder belastet. Dies ist auch ein Grund für mich mein Eis und meine Pflanzendrinks selbst herzustellen. Denn auch in Bioqualität haben viele Produkte Zusatzstoffe, wie Carrageen, Xanthan, Guarkernmehl oder Süßstoffe, auf die man getrost verzichten kann.
 

 

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